Jeder Auftrag ein Unikat – die Nachkalkulation trotzdem belastbar
Einzelfertigung, Sondermaschinen, Konstruktionsänderungen mitten in der Fertigung: Der Anlagen- und Maschinenbau bricht die Annahmen, auf denen Standard-ERP und Excel-Nachkalkulation aufbauen. SAP Business One bildet diese Realität mit beas Manufacturing und MARIProject ab – von der Angebotskalkulation über die Fertigung bis zum Plan-Ist-Vergleich je Auftrag und Projekt.
Kurz erklärt: SAP Business One im Anlagen- und Maschinenbau
SAP Business One für den Anlagen- und Maschinenbau ist kein eigenes Produkt, sondern eine Zusammenstellung aus dem ERP-Kern SAP Business One und zwei zertifizierten Erweiterungen: beas Manufacturing für Fertigungstiefe – mehrstufige Stücklisten mit Revisionsverwaltung, Feinplanung der Ressourcen, Betriebsdatenerfassung und Kostenrechnung bis auf Chargenebene – und MARIProject für die kaufmännische Projektsteuerung: Projektstrukturplan, Budgetkontrolle im Projekteinkauf, Work in Progress und die im Anlagenbau üblichen Abrechnungsformen bis hin zum Gewährleistungseinbehalt.
Der Zuschnitt richtet sich nach dem Geschäftsmodell. Ein Serienfertiger mit kurzen Durchlaufzeiten braucht Fertigungstiefe, aber selten ein Projektcontrolling über Monate. Ein Sondermaschinenbauer mit Engineer-to-Order-Aufträgen braucht beides. Welche Module tatsächlich tragen, klären wir vor dem Angebot – nicht danach.
- ERP-Kern
- SAP Business One
- Datenbank
- SAP HANA oder Microsoft SQL Server
- Fertigung
- beas Manufacturing (Boyum IT Solutions)
- Projektsteuerung
- MARIProject (MARINGO Computers)
- Dokumente
- B1ECM (Eigenentwicklung der init consulting AG)
- Betrieb
- Cloud oder On-Premise
- Typische Fertigungsart
- Einzel-, Kleinserien- und Auftragsfertigung, Engineer to Order
- Einführung durch
- init consulting AG, SAP Business One Gold Partner
Wie sich das im Fertigungsalltag anfühlt
Der Film zeigt SAP Business One in der Fertigungsindustrie allgemein, nicht ausschließlich im Anlagen- und Maschinenbau. Für den ersten Eindruck reicht das: Es geht um denselben Kern – Aufträge, Material und Kosten in einem System statt in Tabellen daneben.
Was speziell für Einzel- und Auftragsfertigung gilt, steht ausführlich auf dieser Seite:
- Warum Einzelfertigung den ERP-Standard sprengt
- Wie Angebot, Fertigung und Nachkalkulation zusammenspielen
- Was die Lösung nicht abdeckt
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Warum Einzelfertigung den ERP-Standard sprengt
Im Anlagen- und Maschinenbau gleicht kaum ein Auftrag dem anderen. Kundenspezifische Konfigurationen, mehrstufige Baugruppen und Konstruktionsänderungen während der laufenden Fertigung sind Tagesgeschäft. Genau diese vier Punkte fallen in Erstgesprächen am häufigsten.
Die Rentabilität zeigt sich zu spät
Ob ein Auftrag am Ende Geld verdient hat, steht oft erst Wochen nach der Auslieferung fest – wenn im Projekt nichts mehr zu korrigieren ist und der nächste Auftrag bereits mit denselben Annahmen kalkuliert wurde.
Termine entstehen aus dem Bauchgefühl
Ohne Abgleich von Ressourcenkapazität und Materialverfügbarkeit wird der Liefertermin geschätzt. Die Folge sind Zusagen, die im Zweifel die Fertigung ausbaden muss – und Nacharbeit in der Disposition bei jeder Änderung.
Änderungen brechen die Stückliste
Baugruppen, Unterbaugruppen und kundenspezifische Anpassungen mitten in der Fertigung erzeugen ohne Revisionsverwaltung Parallelstände: Welche Fassung galt für die bereits gefertigte Baugruppe, welche für die nächste?
Die Dokumentation liegt neben dem System
Zeichnungen, Stücklisten, Prüfprotokolle und mehrsprachige Anleitungen liegen auf Laufwerken statt am Beleg. Wer sie im Servicefall Jahre später sucht, sucht lange – und findet nicht immer den Stand, der ausgeliefert wurde.
SAP Business One, projektfähig und fertigungstief
Drei Bausteine, eine Datenbasis, eine Oberfläche. Beide Erweiterungen sind von SAP für die Integration in SAP Business One zertifiziert und werden von der init consulting AG eingeführt und betreut.
SAP Business One
Der kaufmännische Kern
- Finanzwesen mit Anlagenbuchhaltung und Bankenabwicklung
- Einkauf, Verkauf und Geschäftspartner in einem Belegfluss
- Lagerverwaltung und Bestandsführung
- Produktion und Materialbedarfsplanung (MRP)
- Service und Kundendienst
- Web Client für den Zugriff ohne Installation
beas Manufacturing
Fertigungstiefe für diskrete Fertiger
- Revisionsverwaltung mehrstufiger Stücklisten, mehrere aktive Stände je Artikel
- Advanced Planning and Scheduling: Feinplanung nach Ressourcenkapazität und Materialverfügbarkeit
- MRP I und MRP II auf Basis von Produktionsplänen und Echtzeitbeständen
- Betriebsdatenerfassung über Terminals am PC oder mobil
- Kostenkontrolle: Ist- gegen Standardkosten für Material, Personal, Maschine und Gemeinkosten
- Qualitätsprüfungen in allen Fertigungs- und Lagerphasen
MARIProject
Kaufmännische Projektsteuerung
- Projektstrukturplan mit Phasen, Sub-Phasen, Meilensteinen und Abhängigkeiten
- Angebotskalkulation mit Zuschlagskalkulation und direkter Margenanzeige
- Projekteinkauf mit Budgetkontrolle, Freigabeprozessen und Lieferantenvergleich je Artikel
- Ressourcenplanung im Gantt-Chart, inklusive Abwesenheiten
- Interne Leistungsverrechnung und Work-in-Progress-Bewertung
- Service Desk für Störfälle, Instandhaltung und Wartung nach der Abnahme
Dazu kommt bei Bedarf B1ECM, die Eigenentwicklung der init consulting AG: Zeichnungen, Prüfprotokolle und Zertifikate werden aus SAP Business One heraus abgelegt, verschlagwortet und über Barcode wiedergefunden – am Beleg statt auf dem Laufwerk.
Was die Lösung im Maschinenbau konkret leistet
Jede Angabe stammt aus der Dokumentation des jeweiligen Herstellers. Was welches Modul abdeckt, steht bei der Funktion dabei – damit im Erstgespräch nicht erst geklärt werden muss, was zum Lizenzumfang gehört und was nicht.
Mehrstufige Stücklisten mit Revisionen
Für einen Artikel lassen sich mehrere aktive Stücklisten parallel führen und die Auswirkungen jeder Revision nachverfolgen. Genau das brauchen Sie, wenn die Konstruktion ändert, während die erste Baugruppe schon gefertigt ist.
beas ManufacturingFeinplanung statt Schätzung
Advanced Planning and Scheduling plant die Auslastung nach Ressourcenkapazität und Materialverfügbarkeit. Produktionstermine werden mitgezogen, geplante Ausfallzeiten stehen im Ressourcenwartungskalender.
beas ManufacturingNachkalkulation bis auf Chargenebene
Ist- und Standardkosten werden erfasst, zugeordnet und verglichen – Material, Personal, Maschine und Gemeinkosten, einschließlich der Wirkung von Ausschuss sowie Neben- und Koppelprodukten.
beas ManufacturingProjektstrukturplan mit Meilensteinen
Phasen mit beliebig vielen Sub-Phasen, Meilensteinen und Abhängigkeiten. Verschieben sich Termine, lassen sich Phasen automatisiert nachziehen; Terminkonflikte werden angezeigt.
MARIProjectTagesaktuelle Projektauswertungen
Weil Projekt- und Buchhaltungsdaten in einem System liegen, stehen Kennzahlen und Dashboards auf Knopfdruck bereit – etwa der Fertigstellungsgrad oder das Restvolumen eines laufenden Auftrags.
MARIProjectProjekteinkauf mit Budgetkontrolle
Angebotspreise werden auf Artikelebene verglichen, die Einkaufskosten dem Projekt automatisch zugerechnet und der Einkaufsstatus je Artikel über den Projektverlauf sichtbar gemacht. Freigabeprozesse lassen sich vorschalten.
MARIProjectQualitätsprüfungen im Ablauf
Prüfungen lassen sich in allen Phasen der Fertigung und bei Lagerbewegungen planen und durchführen, statt sie als getrennten Schritt neben dem System zu führen.
beas ManufacturingOrtsunabhängig arbeiten
Web Client und App geben Zugriff auf Kunden- und Projektdaten aus dem Büro, der Montagehalle oder von der Baustelle. Projektstunden lassen sich mobil erfassen, geschützt über Zwei-Faktor-Authentifizierung.
MARIProjectDokumente am Beleg
Zeichnungen, Prüfprotokolle und Zertifikate werden aus SAP Business One heraus in ELO abgelegt, verschlagwortet und über Barcode wiedergefunden – mehrmandantenfähig und mit Anbindung an Crystal Reports.
B1ECM, Eigenentwicklung der init consulting AGAbrechnungsformen, die im Anlagenbau tatsächlich vorkommen
Ein Auftrag über achtzehn Monate wird nicht am Ende in einer Rechnung abgebildet. MARIProject schlägt alle zu einem Stichtag abrechenbaren Positionen automatisch zur Abrechnung vor. Diese Formen sind vom Hersteller dokumentiert.
| Abrechnungsform | Typische Anwendung |
|---|---|
| Nach Aufwand | Engineering-Leistungen und Inbetriebnahme, bei denen der Umfang zu Beginn nicht feststeht |
| Festpreis | Klar abgegrenzter Liefer- und Leistungsumfang mit definierter Spezifikation |
| Nach Meilenstein | Konstruktionsfreigabe, Werksabnahme, Versand, Inbetriebnahme beim Kunden |
| Zum Stichtag | Periodische Abrechnung laufender Leistungen unabhängig vom Projektfortschritt |
| Vorschuss und Anzahlung | Vorfinanzierung von Material und Zukaufteilen bei langen Beschaffungszeiten |
| Zahlungsanforderung | Abrufe nach vertraglich vereinbartem Zahlungsplan |
| Pro rata | Anteilige Verteilung über die Projektlaufzeit |
| Gewährleistungseinbehalt | Einbehalt bis zum Ablauf der vereinbarten Gewährleistungsfrist |
Für in Bau befindliche Anlagen berechnet MARIProject zusätzlich den Work in Progress. Die Überführung in die handelsrechtliche Sicht gehört in die Projektarbeit und wird mit Ihrem Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer abgestimmt – siehe dazu den Abschnitt Abgrenzung.
Vom Angebot bis zur Nachkalkulation
So sieht der Durchlauf eines Auftrags aus, wenn Fertigung und Projektsteuerung auf einer Datenbasis liegen. Jeder Schritt erzeugt die Daten, die der nächste braucht – niemand überträgt etwas von Hand.
Angebot und Kalkulation
Artikel und Leistungen kommen mit Beschreibung und aktuellem Preis aus den Stammdaten. Die Zuschlagskalkulation zeigt die Marge, bevor das Angebot herausgeht. Vorhandene Stücklisten lassen sich importieren.
Projektstruktur und Beschaffung
Aus dem gewonnenen Auftrag entsteht der Projektstrukturplan mit Phasen und Meilensteinen. Der Projekteinkauf vergleicht Lieferantenangebote je Artikel und rechnet die Kosten direkt dem Projekt zu.
Terminierung gegen reale Kapazität
Die Feinplanung gleicht Ressourcenkapazität und Materialverfügbarkeit ab. Engpässe werden sichtbar, bevor sie zum Lieferverzug werden – nicht in der Woche der Auslieferung.
Fertigung, Montage und Rückmeldung
Zeiten und Mengen werden am Terminal oder mobil zurückgemeldet. Konstruktionsänderungen laufen über die Revisionsverwaltung, sodass nachvollziehbar bleibt, welcher Stand in welche Baugruppe eingeflossen ist.
Abrechnung und Plan-Ist-Vergleich
Abrechenbare Positionen werden automatisch vorgeschlagen. Parallel steht der Vergleich von Plan- und Ist-Kosten bereit – auf Auftragsebene aus der Fertigung, auf Projektebene aus dem Controlling.
Vier Ausgangssituationen, vier Zuschnitte
Die Anforderungen unterscheiden sich stark nach Fertigungsart. Diese vier Situationen begegnen uns im Anlagen- und Maschinenbau am häufigsten.
Sondermaschinenbau in Einzelfertigung
Jede Anlage läuft als eigenes Projekt mit individueller Stückliste, Budget und Meilensteinen – von der Konstruktion bis zur Abnahme beim Kunden. Hier tragen beide Erweiterungen: Fertigungstiefe und Projektcontrolling.
Serienfertigung mit Varianten
Standardmaschinen mit kundenspezifischen Optionen. Für die Variantenbildung ohne eigene Stückliste je Kombination gibt es den Produktkonfigurator als Zusatzmodul von beas – siehe Abgrenzung.
Ablösung der Excel-Nachkalkulation
Die Projektkalkulation liegt in gewachsenen Tabellen, die niemand mehr vollständig kennt. Der Umstieg läuft schrittweise: erst die Kostenarten sauber, dann der Plan-Ist-Vergleich im System.
Internationale Großprojekte
Mehrsprachige Belege und Dokumentationen, mehrere Währungen und Gesellschaften. SAP Business One bringt die Mehrwährungsfähigkeit mit; die Dokumentation läuft über B1ECM am Beleg.
Was die Lösung abdeckt – und wofür Ergänzungen nötig sind
Diese Abgrenzung steht hier, weil sie sonst im Erstgespräch kommt. Wer sie vorher kennt, kann das Budget richtig planen.
Im beschriebenen Umfang enthalten
- Mehrstufige Stücklisten mit Revisionsverwaltung und parallelen aktiven Ständen
- Feinplanung gegen Ressourcenkapazität und Materialverfügbarkeit, MRP I und MRP II
- Betriebsdatenerfassung am Terminal und auf mobilen Geräten
- Plan-Ist-Vergleich auf Auftragsebene, Kostenerfassung bis auf Chargenebene
- Projektstrukturplan, Budgetkontrolle im Projekteinkauf, Ressourcenplanung im Gantt
- Alle im Anlagenbau üblichen Abrechnungsformen einschließlich Gewährleistungseinbehalt
- Work-in-Progress-Berechnung und interne Leistungsverrechnung
- Service Desk für Instandhaltung und Wartung nach der Abnahme
Dafür kommt Zusätzliches dazu
- Variantenkonfiguration. Der Produktkonfigurator ist ein Zusatzmodul von beas Manufacturing, nicht Teil des Basisumfangs.
- CAD-Anbindung und PLM. Konstruktionssysteme werden über eine Schnittstelle angebunden. Umfang und Aufwand gehören ins Projekt, nicht in eine Lizenzliste.
- Scannergestützte Lagerlogistik. Für Kommissionierung und Materialbereitstellung per Scanner kommt eine Logistiklösung ergänzend dazu.
- WIP nach HGB. Die Berechnung ist dokumentiert; die Überführung in die handelsrechtliche Bewertung wird im Projekt mit Ihrem Wirtschaftsprüfer abgestimmt.
- Serienabrufe und EDI nach VDA. Wenn Sie zusätzlich als Automobilzulieferer liefern, gehört das zu AUTOMOTIVE ONE, nicht in diese Zusammenstellung.
- Maschinen- und Anlagenanbindung. Datenerfassung aus externen Quellen ist vorgesehen; die konkrete Anbindung je Maschine ist Projektarbeit.
Begriffe aus Projektfertigung und Projektcontrolling
Kurzdefinitionen der Begriffe, die auf dieser Seite und im Erstgespräch immer wieder vorkommen.
- Engineer to Order (ETO)
- Fertigungsart, bei der die Konstruktion erst nach Auftragseingang und auf Basis der Kundenspezifikation entsteht. Typisch für Sondermaschinen- und Anlagenbau. Kalkulation und Termin stehen zum Auftragszeitpunkt naturgemäß unter Vorbehalt.
- Mehrstufige Stückliste
- Stückliste, deren Positionen selbst wieder aus Stücklisten bestehen – Baugruppen und Unterbaugruppen über mehrere Ebenen. Je tiefer die Struktur, desto stärker wirken sich Änderungen auf nachgelagerte Ebenen aus.
- Revisionsverwaltung
- Verwaltung mehrerer Stände eines Artikels oder einer Stückliste. Sie hält fest, welcher Stand wann gültig war, sodass nach einer Konstruktionsänderung nachvollziehbar bleibt, was in eine bereits gefertigte Baugruppe eingeflossen ist.
- Advanced Planning and Scheduling (APS)
- Feinplanung der Fertigung unter gleichzeitiger Berücksichtigung von Ressourcenkapazität und Materialverfügbarkeit. Im Unterschied zur reinen Bedarfsrechnung entsteht hier ein Plan, der die tatsächlich verfügbaren Kapazitäten abbildet.
- Nachkalkulation
- Vergleich der geplanten mit den tatsächlich angefallenen Kosten eines Auftrags oder Projekts. Im Projektgeschäft ist sie die einzige verlässliche Grundlage dafür, den nächsten vergleichbaren Auftrag realistisch zu kalkulieren.
- Work in Progress (WIP)
- Wert der noch nicht abgeschlossenen Leistung – im Anlagenbau der Wert der in Bau befindlichen Anlage. Relevant für die periodengerechte Zuordnung von Aufwand und Ertrag bei Projekten, die über mehrere Abschlussstichtage laufen.
- Fertigstellungsgrad
- Kennzahl, die angibt, welcher Anteil eines Projekts erbracht ist. Sie dient als Grundlage für die anteilige Zuordnung von Umsatz und Kosten sowie für die Steuerung laufender Projekte.
- Interne Leistungsverrechnung (ILV)
- Verrechnung von Leistungen zwischen Abteilungen oder Kostenstellen desselben Unternehmens. Sie macht sichtbar, welche internen Aufwände ein Projekt tatsächlich verursacht hat, und nicht nur die extern bezogenen.
Wer Ihr Projekt begleitet
Sie erreichen die Kollegen direkt – unter der Durchwahl des Standorts oder per Mail, ohne vorherige Anfrage über ein Formular.
Was Entscheider im Maschinenbau vor dem Erstgespräch wissen wollen
Reicht SAP Business One im Standard für den Anlagen- und Maschinenbau?
Für Finanzwesen, Einkauf, Verkauf, Lager und die Materialbedarfsplanung ja. Was der Standard nicht mitbringt, ist die Fertigungstiefe: Revisionsverwaltung mehrstufiger Stücklisten, Feinplanung gegen Kapazität und Material sowie die Kostenerfassung bis auf Chargenebene. Dafür kommt beas Manufacturing dazu. Ob Sie es brauchen, hängt davon ab, wie tief Ihre Strukturen sind und wie oft sich während der Fertigung etwas ändert.
Was ist der Unterschied zwischen beas Manufacturing und MARIProject?
beas Manufacturing arbeitet in der Fertigung: Stücklisten, Arbeitspläne, Feinplanung, Rückmeldung aus der Produktion, Nachkalkulation auf Auftragsebene. MARIProject arbeitet eine Ebene darüber, kaufmännisch: Projektstruktur mit Phasen und Meilensteinen, Budgetkontrolle im Einkauf, Work in Progress, Abrechnung und Projektcontrolling. Die beiden konkurrieren nicht, sie decken unterschiedliche Fragen ab.
Brauchen wir beide Erweiterungen oder reicht eine?
Das hängt vom Geschäftsmodell ab. Serienfertiger mit kurzen Durchlaufzeiten kommen häufig mit beas Manufacturing aus. Anlagenbauer mit Aufträgen, die über Monate laufen und eigene Budgets und Abrechnungspläne haben, profitieren zusätzlich von MARIProject. Wir ermitteln den Bedarf im Erstgespräch – und sagen es auch, wenn eine Erweiterung in Ihrem Fall nichts beiträgt.
Wie werden Konstruktionsänderungen während der laufenden Fertigung abgebildet?
Über die Revisionsverwaltung in beas Manufacturing. Für einen Artikel lassen sich mehrere aktive Stücklisten parallel führen, und die Auswirkung jeder Revision ist nachverfolgbar. Damit bleibt dokumentiert, welcher Stand in eine bereits gefertigte Baugruppe eingeflossen ist und welcher für die nächste gilt.
Wie lange dauert eine Einführung?
Dafür gibt es keine belastbare Pauschale, und wir nennen bewusst keine. Die Laufzeit hängt vom Umfang der Module, der Qualität Ihrer Stammdaten, der Zahl der Schnittstellen und davon ab, wie viel Zeit Ihr Team für Abstimmung und Tests einbringen kann. Im Erstgespräch schätzen wir das an Ihrem konkreten Fall; über den Projektkosten-Kalkulator erhalten Sie zusätzlich eine erste Einordnung.
Was kostet SAP Business One für den Anlagen- und Maschinenbau?
Der Preis setzt sich aus Lizenzen für SAP Business One, den gewählten Erweiterungen, der Einführung und dem laufenden Betrieb zusammen. Weil die Modulauswahl den größten Hebel hat, nennen wir hier keine Paketpreise. Eine Übersicht der Kostenbestandteile finden Sie unter Preise und Kosten; ein unverbindliches Angebot erstellen wir nach dem Erstgespräch.
Wie werden Zeichnungen, Prüfprotokolle und Zertifikate verwaltet?
Über B1ECM, die Eigenentwicklung der init consulting AG, die SAP Business One mit ELO Digital Office verbindet. Dokumente werden aus dem ERP heraus abgelegt, verschlagwortet und über Barcode wiedergefunden. Sie hängen damit am Beleg statt auf einem Laufwerk – auch dann noch, wenn Jahre später ein Servicefall kommt.
Cloud oder On-Premise – was passt für uns?
Beides ist möglich, SAP Business One läuft auf SAP HANA oder Microsoft SQL Server. Für die Entscheidung zählen in der Praxis weniger technische als organisatorische Punkte: vorhandene IT-Ressourcen, Anforderungen an Datenhaltung und Verfügbarkeit, geplante Standorte. Eine Gegenüberstellung finden Sie unter Cloud ERP.
Können wir unser bestehendes ERP ablösen und Daten übernehmen?
Stammdaten wie Artikel, Stücklisten, Geschäftspartner und offene Posten werden regelmäßig übernommen. Wie aufwendig das wird, entscheidet sich an der Datenqualität im Altsystem, nicht am Migrationswerkzeug. Deshalb sehen wir uns vor dem Angebot an, was tatsächlich vorliegt – gewachsene Excel-Strukturen neben dem ERP eingeschlossen.
Wer betreut uns nach dem Go-live?
Dieselben Consultants, die das Projekt umgesetzt haben, ergänzt um den Support. Beratung, Implementierung, Schulung, Hosting und Wartung kommen aus einer Hand; Sie haben feste Ansprechpartner an Ihrem Standort statt einer wechselnden Hotline.
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Sprechen wir über einen konkreten Auftrag, nicht über Software
Bringen Sie einen typischen Auftrag mit: die Stückliste, die Kalkulation, die Abrechnungsvereinbarung und die letzte Nachkalkulation. Nach etwa 45 Minuten wissen Sie, welche Ihrer Prozesse im Standard aufgehen, wo Erweiterungen nötig sind und wo Aufwand entsteht.
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